Veröffentlichungen

Zurück

Prinzessin Lillifee-, Lillifee und das Einhorn- Magazin, Coppenrath Verlag

Auszug aus: "Ein Mittel gegen Traurigkeit"

Rosalie und Prinzessin Lillifee sind im Einhornwald auf der Suche nach dem Zauberkraut gegen Traurigkeit. In dieser Nacht wird der Mond voll und rund am Himmel stehen. Lillifee weiß, dass um Punkt Mitternacht das Zauberkraut seine stärkste Wirkung hat. Die zwei suchen schon lange, können es aber nicht finden, denn das Kraut gibt es ganz selten. „Ach, wenn ich nur wüsste, wo es wächst!“, sagt Lillifee zu Rosalie. Da begegnen die beiden einem Wurzelzwerg. Lillifee begrüßt ihn höflich: „Hallo, lieber Wurzelzwerg! Weißt du, wo das Zauberkraut gegen Traurigkeit wächst?“ Der kleine Wicht nickt. „Klar! Ich werde es aber nur unter einer Bedingung verraten. Du musst mir erst drei lustige Rätsel lösen. Denn Lachen ist das beste Wundermittel gegen Traurigkeit“, betont er. „Das erste Rätsel lautet: Was ist klein, fliegt durch die Luft und macht ,mus – mus´? Lillifee hat Glück, diesen Scherz kennt sie schon. „Eine Biene im Rückwärtsgang!“ Der Zwerg schmunzelt. „Jetzt wird es schwieriger. Was macht 999-mal Tick und einmal Tack?“ Lillifee muss nachdenken. Doch Rosalie hebt ihren Huf, hinkt und gibt Lillifee damit ein Zeichen. „Ist es ein Tausendfüßler mit einem Holzfuß?“, fragt Lillifee. „Richtig!“, bestätigt der Wurzelzwerg. Lillifee muss lachen. Auch Rosalie schüttelt freudig ihre Mähne. „Jetzt wird es aber ganz, ganz schwierig“, flüstert der kleine Mann. „Was ist schlimmer als ein angebissener Apfel mit einem Wurm?“ Lillifee fängt laut zu lachen an. Der Wurzelzwerg muss mitlachen. „Wenn sie nur des Rätsels Lösung wüsste“, singt er belustigt vor sich hin. Da sagt Lillifee: „Ein angebissener Apfel mit einem halben Wurm!“ – „Genau! Du hast bewiesen, dass du Humor hast, und die fröhliche Prüfung somit bestanden. Ich zeige euch, wo das Kraut steht.“ Zu dritt spazieren sie durch den Einhornwald. Unterwegs erzählt der Wurzelzwerg viele ulkige Geschichten. Manchmal kann Lillifee ihn kaum verstehen, weil der kleine Wicht so sehr über seine eigenen Worte lachen muss. Er führt Lillifee und Rosalie zu einer Birke, unter der das Zauberkraut wächst. Lillifee bedankt sich für den fröhlichen Tag und pflückt ein paar Zweige des Krautes. Dann macht sie sich mit Rosalie auf den Heimweg. Um Punkt Mitternacht kocht sie den Trank und bewahrt ihn gut auf. „Wenn mal eine Blume, ein Stern oder ein Tier traurig ist und mir kein Witz einfällt, dann kann ich trotzdem helfen“, freut sich Lillifee.

Prinzessin Lillifee und das Einhorn Ausgabe März/2008

Kurzgeschichte
Ein Mittel gegen Traurigkeit


www.prinzessinlillifee.de